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Aktion „Blütenzauber in den Gemeinden“ im Landkreis Regensburg – die Gemeinde Holzheim am Forst zieht voraus

11.10.2017 Dem Schrumpfen der Artenvielfalt mit der Maßnahme "Blütenzauber" entgegenwirken

von links Herr Josef Sedlmeier, 1. Bürgermeister Andreas Beer, Herr Matthias Brettner und Frau Paula Guttenberger
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Sehr erfreut war 1. Bürgermeister Andreas Beer über die erneute Unterstützung von Herrn Sedlmeier vom Landschaftspflegeverband im Landratsamt Regensburg. Dass die Gemeinde Holzheim a. Forst als erste von 21 Landkreiskommunen das geförderte Projekt aktiv umgesetzt hat, erfreute das Gemeindeoberhaupt besonders.

Viele Umweltexperten und -verbände warnen mittlerweile vor einem außergewöhnlichen Artenschwund bei Insekten. Die Ursachen sind vielfältig. Eine davon ist sicher der steigende Flächenverbrauch von Siedlungen und der Rückgang von Blühflächen in den Siedlungsräumen. Öffentliche (Grün-) Flächen in den Städten, Märkten und Gemeinden im Landkreis Regensburg e.V. sind häufig als artenarme Rasenflächen, wenig attraktive Gehölzpflanzungen oder pflegeintensive Wechselpflanzungen angelegt bzw. sogar versiegelt. Flächenversiegelungen und falsch verstandenes Sauberkeitsdenken sorgen dafür, dass viele der heimischen Blühpflanzen in Städten und sogar Dörfern verschwinden. Damit schrumpft nicht nur die Artenvielfalt der Pflanzen, sondern auch die Insekten verlieren ihre Nahrungsgrundlage und drohen zu verschwinden. Aber nicht nur Insekten, sondern das ganze Ökosystem – und letztendlich auch der Mensch – sind davon betroffen.

Dieser bedrohlichen Entwicklung soll mit verschiedenen Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Blütenzauber in den Gemeinden“ entgegen gewirkt werden, das von der LEADER-Gruppe des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem OGV-Kreisverband und den Fachberatern für Gartenkultur und Landespflege angegangen wird.

Gerade Problemstandorte mit trockenen und/oder mageren Böden eignen sich optimal für dauerhafte Blühmischungen. Je magerer der Boden, desto langlebiger die Blütenvielfalt.

Die Gemeinde Holzheim mit Herrn Bürgermeister Andreas Beer hat die Anregung aufgegriffen und sich spontan mit einigen Flächen mit insgesamt ca. 500 m² Größe (über den Ort verteilt) eingebracht. Laut Kreisfachberater Josef Sedlmeier werden im nächsten Jahr schon die ersten Blumen blühen. Hoffentlich stellen sich dann auch wieder vermehrt Schmetterlinge und andere Insekten ein.

Zusätzlich bekommt die Gemeinde noch Informationstafeln, die nochmals auf den besonderen Wert dieser Blühflächen hinweisen. Die Förderung umfasst diese Hinweistafeln sowie die sehr hochpreisigen ca. 70 verschiedenen Samen. Die Kosten für Umbruch und Ansaat der Blühflächen trägt die Kommune.

Kategorien: Rathaus